Einige von euch fragen sich, ob sie sich richtig entscheiden. Für Dinge, die ihnen im Leben angeboten werden, für Möglichkeiten, für Varianten. Ist es richtig, wenn ich Kinder habe? Ist es richtig, wenn ich keine Kinder habe? Ist es richtig, wenn ich mich auf eine Partnerschaft einlasse? Ist es richtig, wenn ich es nicht tue?
Und ihr glaubt, dass ihr damit Entscheidungen trefft, die euch eine bestimmte Erfahrung ermöglichen – und dass ihr, wenn ihr sie nicht trefft, euch diese Erfahrung selbst verwehrt.
Wir möchten euch heute das Prinzip der Parallelleben vorstellen.
Was Parallelleben sind
Das Leben, das ihr jetzt im inkarnierten Körper auf der Erde führt, ist ein Leben. Und parallel dazu – wir würden nicht „zeitgleich“ sagen, denn Zeit, wie ihr sie kennt, gibt es in diesem Sinne nicht gleichermaßen überall – finden mehrere Leben in anderen Wirklichkeiten statt, in anderen Lebensräumen.
In diesen Lebensräumen tragt ihr die gleiche seelische Architektur, das gleiche Chart. Die Elemente sind auch dort vorhanden – jedoch unter Umständen ein wenig anders ausgeprägt, denn nicht jeder Lebensraum braucht jede Energie oder erlaubt jeder Energie, sich in gleicher Weise zu entfalten.
Das gilt für jedes Leben innerhalb des gesamten Inkarnationsablaufs, über den gesamten Weg aller Seelenalter hinweg: Immer weist es diese Parallelleben auf.
Erfahrung sammeln – darum geht es hier, mehr noch als um Entwicklung im engeren Sinne – findet also immer parallel in mehreren Lebensräumen statt: unter unterschiedlichen Faktoren und Möglichkeiten, in der Abwägung unterschiedlicher Entscheidungen.
Dabei steht jede Welt immer in einem Dual zu einer anderen – ein gegenüberliegendes Erfahrungsfeld. Die Welt, in der wir hier inkarnieren, ist eine Welt, in der Bedeutung gegeben wird. In ihrem Dual sind die Dinge einfach gegeben, ohne dass ihr ihnen selbst Bedeutung verleihen müsst. Und in den weiteren Welten gibt es noch andere Phänomene, die wir nur schwer begreifen können.
Was ihr in einem Leben erforscht, erforscht ihr gleichzeitig anderswo
Das, was ihr in einem Leben erforscht, erforscht ihr also nicht nur in einem menschlichen Körper, sondern gleichzeitig auch in diesen anderen Lebensräumen. Wenn ihr in einem Körper inkarniert, dann tut ihr das gleichzeitig in anderen Lebensräumen und Körpern. Nicht, weil es sonst zu langweilig wäre, sondern weil ihr die Erfahrung, die ihr machen möchtet, gleichzeitig in mehreren Varianten erproben wollt.
Nehmen wir ein Beispiel: die Frage, ob ihr Kinder haben sollt oder nicht. Wer diese Frage erforschen möchte, wählt in einer Variante die Entscheidung für Kinder, in einer anderen die Entscheidung dagegen. In einer weiteren Welt, mit einem anderen Schwerpunkt, findet diese Wahl vielleicht noch einmal in genau dieser dualen Form statt. Und in einer nächsten Welt, in der Kinder und Eltern einen ganz anderen Zusammenhang darstellen, wird ebenso wieder eine entsprechende Wahl getroffen. So macht ihr vielseitig Erfahrungen in unterschiedlichen Lebensräumen – Eltern sein, Nicht-Eltern sein, Kind sein, Nicht-Kind sein –, bis sich am Ende ein vielseitiges Bild davon ergibt, wie es ist, Kinder zu haben oder nicht zu haben.
Ihr könnt mit keiner Entscheidung etwas verpassen
Wenn ihr euch an der einen Stelle entscheidet, etwas nicht zu tun, entscheidet ihr euch automatisch an anderer Stelle, es zu tun. Deshalb legen wir euch nahe: Tut das, von dem ihr denkt, dass es euch Freude macht. Und nicht das, von dem ihr denkt, dass ihr es müsstet. Denn ihr werdet die Erfahrung ohnehin ganzheitlich machen.
Warum also nicht das wählen, was euch jetzt inspiriert?
Ihr werdet überrascht sein, dass ihr, auch wenn ihr euch für eine Variante entscheidet, oft schon in eurem Dasein Zusammenhänge erkennt – dass ihr euch etwa entscheidet, Kinder zu haben, und gleichzeitig auch die Erfahrung mitsammelt, wie es ist, keine Kinder zu haben. Ihr denkt, das sei nicht möglich, und verleugnet deshalb oft, was ihr an dieser Stelle in euch spürt, weil euer Bewusstsein nichts von Parallelleben weiß. Würdet ihr euch selbst ernst nehmen, könntet ihr feststellen, dass ihr diese Erfahrungen, die ihr nicht lebt, dennoch in gewisser Hinsicht unbewusst mitbearbeitet. Denn alle Leben hängen zusammen.
Manchmal begegnet euch das in Träumen – wenn ihr träumt, dass ihr nicht weggezogen seid von einem Ort, an dem ihr einst gewohnt habt, sondern geblieben seid. Oder dass ihr immer noch mit einem früheren Partner zusammen seid. Oder dass ihr noch in einem früheren Job arbeitet. Dies sind Parallellebenerfahrungen, die ihr integriert – oft nachts, in den Träumen, denn hier kann das Unterbewusstsein am besten andocken und sich vernetzen. Manche von euch nehmen das bewusst wahr, andere nicht. Es gibt Menschen, die sich bewusst entschieden haben, dies bewusster zu integrieren.
Warum Leichtigkeit der Weg ist
Wenn ihr euch hier entscheidet, etwas in Leichtigkeit zu tun, heißt das nicht, dass ein anderes Leben deshalb etwas Schweres tragen muss. Denn die Konstellationen sind auch anders.
Wie bereits gesagt: Das Merkmal dieses Planeten ist, dass hier Bedeutung gegeben wird. Genau das macht eure Erfahrung hier so besonders – und auch so herausfordernd. Denn während auf dem Dualplaneten die Gegebenheiten einfach gegeben sind, wählt ihr hier selbst und gebt eurem Leben und euren Entscheidungen Bedeutung. Entscheidungen, die ihr selbst getroffen und später bereut habt, wiegen deshalb schwerer als in Konstellationen, in denen etwas als gegeben angenommen wird.
Vergleicht das mit schweren Zeiten, etwa mit Krieg: Es geht dann allen Menschen schlecht – aber nicht so schlecht, wie wenn sie täglich selbst die Wahl hätten zwischen Krieg und Frieden. Die Situation gibt vor, dass Krieg ist, also wurstelt man sich durch. Weil man die Entscheidung nicht selbst getroffen hat, kann man entspannter damit umgehen, als wenn man selbst wählt.
Deshalb legen wir euch nahe: Entscheidet euch immer für das, was euch am meisten Freude macht – und nicht aus Pflichtgefühl heraus.